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  1. #1
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    Default DIE VERGESSENE ZIELGRUPPE - Webeline 2/09

    DIE VERGESSENE ZIELGRUPPE

    Wenn ich mich so durch die Adultwebmasteforen lese, stelle ich immer wieder fest, dass eine grosse Zahl von Bizteilnehmern das ultimative Erfolgsrezept in einer fehlenden, allesrevolutionierenden Innovation vermutet.

    Mir kommt das vor, als würde man das Thema Ecommerce mit einer Art Abenteuerpark verwechseln, in welchem es dem kaufenden Kunden nie langweilig wird, sich jeden Tag neu zu orientieren. Vergleichbar ist das, als würde ein Kaufhaus seine Waren, jeden Tag in eine andere Ecke stellen oder überhaupt ganz andere Waren verkaufen als am Tag zuvor (oder sie einfach anders nennen).

    Sicher mag es das „Abenteuerinternet“ geben und es hat auch seine Berechtigung aber in aller Regel ist es doch nur eine recht junge Zielgruppe, die diesen ständigen Lernprozess aufregend findet. Wenn wir uns der älteren, zahlungskräftigen Zielgruppe zuwenden, sieht die Sache schon ganz anders aus. Gerade reifere Menschen nutzen das Netz nicht um unbekannte Welten zu entdecken, sie BE-nutzen es um schnell und einfach an vorbestimmte Ziele zu gelangen.

    Wenn man sich mit der Intension des Geldverdienens im Netz bewegt, wird man früher oder später zweifelsohne zu dem Schluss kommen, dass Beständigkeit und Simplizismus Kernaspekte dieses Erfolges sind. Und gerade für eine, fast vergessene aber wichtige und vor allem WACHSENDE Zielgruppe, sind diese Umgangsgewohnheiten besonders wichtig: Die Gruppe der 63-jährigen.

    Nun wird sich der eine oder andere fragen, warum gerade 63? Warum nicht 58 oder 69? Die Antwort darauf ist ebenso einfach wie logisch: Weil die Gruppe der 63-jährigen, die derzeit einzige ist, die in den kommenden 9 bzw. 18 Jahren stärker wachsen wird als der Rest der Bevölkerung.

    Sicher hat jeder schon einmal den Begriff des „Babybooms“ gehört – dieser bezeichnet die Zeit zwischen 1946 und 1964 in der weltweit mehr als 1 Milliarde Menschen geboren wurden. Diese Kurve stieg in einer relativ runden Kurve bis zum Jahr 1955 an und ebbte in einer ebenfalls runden Kurve bis zum Jahr 1964 wieder ab. Stellen wir uns das Ganze bildhaft vor, so bilden die Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden einen Halbkreis, der aus der Bevölkerungsstatistik hervorsticht – man könnte es auch mit einer Schlange vergleichen, die gerade ein Kaninchen gefressen hat und dieses so langsam von Vorne nach hinten durch ihren Verdauungsapparat bewegt.

    Rechnet man nun vom Anfang der Babybooms nach heute, so beginnen wir also bei 1946 und stellen fest, dass diese Menschen heute 63 Jahre alt sind. Damit aber nicht genug, denn die Kurve stieg ja ab 1946 an und somit wächst die Zahl dieser 63-jährigen jedes Jahr konstant an.
    Mit anderen Worten: In den kommenden 18 Jahren, wird im Durchschnitt alle 8 Sekunden ein Mensch 63 Jahre alt.

    Schon in der Vergangenheit sind Unternehmen (aus Zufall oder bewusst) mit dieser Zielgruppe gewachsen und zu Weltruf gelangt. So zum Beispiel haben die meisten erfolgreichen Unternehmen für Kindernahrung um das Jahr 1946/47 ihren Siegeszug angetreten – um die Jahre 1952/53 (also zur Einschulungszeit dieser Gruppe) begannen Unternehmen wie Pelikan und Geha plötzlich explosiv zu wachsen, da diese Zielgruppe Füllfederhalter und anderes Schulgerät brauchte.

    Betrachten wir den Bauboom in den Jahren von 1970 bis 1980, so wird klar, dass hier ebenfalls diese Zielgruppe stark mitgewirkt hat, da die damals 24-jährigen Wohnungen und Häuser brauchten. Dass der Bauboom am Ende mit Pauken und Trompeten in die Hose ging, lag schlichtweg daran, dass die Bauunternehmen dachten, dass dieser „Segen“ ewig währen würde und nicht bedachten, dass der Zenit nach 1979 überschritten war. Sie bauten also eifrig weiter obwohl die Zielgruppe versorgt war und die kommenden Geburtenjahrgänge schwächer wurden.

    Man könnte eine schier unendliche Liste von Beispielen weiter führen, die vom Autoboom bis hin zum Telefon führt und IMMER waren unsere heute 45-63-jährigen darin die Hauptakteure.

    Nun verkaufen wir aber keine Autos und bauen auch keine Häuser – wir machen Porno und dass wir auch in diesem Bereich die Kraft dieser Boomgruppe nutzen können, haben wir nicht zuletzt der modernen Medizin zu verdanken, der es ist den letzten Jahrzehnten gelungen ist, diese Zielgruppe gewissermassen zu „verjüngen“.

    Nicht nur die heute viel höhere Lebenserwartung, sondern auch der Trend nach „jung, fit, dynamisch und vor allem SEXUELL AKTIV bleiben“ beschert uns einen Umsatzbringer, der in seiner Qualität und Quantität kaum zu übertreffen ist. Hohe Kaufkraft, lange Haltezeiten, geringe Zahlungsausfälle und gefestigte Vorlieben, machen unsere Zielgruppe zu einer leichter einschätzbaren und Dankbaren Käuferschicht, die darüberhinaus schon aus Bequemlichkeit treuer ist als andere.

    Es wäre aber zu schön um wahr zu sein, wenn es nicht auch hier Regeln geben würde, die man als „Jäger“ beachten muss um den „Hasen“ zur Strecke zu bringen.

    Um die Eigenarten dieser Zielgruppe etwas besser zu verstehen, muss man sich insbesondere vor Augen halten, dass der Mensch nur bis zu einem bestimmten Alter „lernwillig“ ist. Je älter ein Mensch wird, desto mehr will er vom Gelernten profitieren und schematisiert bestimmte Vorgänge, Sprachgewohnheiten und Vorgehensweisen in der ihm bekannten und gewohnten Art und setzt diese dann voraus.

    Es wäre also ein fataler Fehler, einen solchen Menschen, in eine für ihn völlig ungewohnte „neue Welt“ führen zu wollen, denn er wird sie so nicht akzeptieren und alternativ lieber auf das Gewohnte zurückgreifen.
    Gerade jüngere Webmaster machen hier sehr oft den Fehler mit Schlagworten und Sprachgewohnheiten zu arbeiten, die dieser Gruppe völlig unverständlich sind.

    Viele Fehler werden auch bei der Seitengestaltung gemacht. Das fängt damit an, dass dem gewohnten „von Links nach Rechts-Lesefluss“ kein Augenmerk geschenkt wird, geht weiter über zu kleine Schriftgrössen und endet in der Farbgestaltung, bei der nicht berücksichtigt wird, dass mit zunehmendem Alter das Kontrastsehen schwächer wird. Sehr häufig trifft man auch auf Farbgebungen, die von einem grossen Teil der männlichen User nicht wahrgenommen werden, da ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz der Männer an einer geschlechtertypischen Farbsehschwäche leidet, die sich jeweils nur in bestimmten Farbbereichen abspielt. So ist zum Beispiel sehr weit verbreitet, dass viele Männer den Unterschied zwischen grün und blau nicht erkennen aber auch viele andere Kombinationen sind möglich. Übrigens tritt diese Farbsehschwäche nicht nur bei älteren Menschen auf – etwa 5% alle Männer sind bereits so geboren.

    Alleine zu dieser Thematik gibt es so viel zu wissen, dass ich mich hier gar nicht erst vertiefen will, sondern einfach jedem interessierten empfehle, darüber mal zu googeln und sich schlau zu machen – man glaubt nicht, an was man alles nicht denkt.

    Ein weiterer Aspekt zum Erreichen dieser Zielgruppe ist die Sprache selbst. Auch wenn es sich in unserer Zeit doch eher eingebürgert hat, eine flapsig derbe, bis ordinäre Sprache im Verkauf von Pornoprodukten zu verwenden, so darf man nicht vergessen, dass diese Altersschicht vielfach eine geringere Schmerz –und Schamgrenze hat, als dies bei heutigen Jugendlichen vielleicht der Fall sein mag.

    Es gibt für viele unserer derben „Fachausdrücke“ auch andere, harmlosere Beschreibungen und jeder der sich mal tiefgreifender mit Adwordmarketing befasst hat weiss, dass Mülltraffic gerade durch die Belegung der versautesten und menschenverachtendsten Keywords hervorgerufen werden.
    Letztendlich aber ist es natürlich das Angebot selbst, das einen Kunden dieser Zielgruppe zum Bleiben oder Kündigen bewegt.

    Unbestritten wird es auch innerhalb dieser Schicht einen Teil geben, der ganz spezielle Vorlieben und Neigungen hat, der grössere Teil davon neigt aber mehr zu einfacheren Dingen, denn Sexualität und die Vorlieben festigen sich in der Zeit in der man aufwächst – man tut also auch als Webmaster oder Anbieter gut daran, sich ein wenig mit dieser Zeit zu beschäftigen, in der selbst FKK-Strände schon als verwerflich galten.

    Sex über Sechzig ist also zweifelsohne ein Thema, das in unserer Branche noch einen wachsenden Stellenwert bekommen wird. Die Menschen dafür gibt es jedenfalls und sie werden jeden Tag mehr. Wenn es unserer Branche gelingt auch diesen Menschen zu zeigen, dass sie im Internet verstanden werden, sehe ich darin einen genialen Zukunftsmarkt.

    Wer mit mir und anderen interessierten darüber fachsimpeln möchte, den lade ich hiermit herzlich zur Onlinediskussion dieser Rubrik.
    Last edited by thommy; 14th April 2009 at 15:18.

  2. #2
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    Hallo Thommy, dann möchte ich zumindest mal meine Gedanken einbringen.

    Also du sprichst von der AK 63. Nicht die heute 63 jährigen, sondern die nachkommenden in den nächsten Jahren. Somit wäre eine Altersklasse angesprochen die zurückreicht bis zu den end 40zigern.

    Sollte ich das also richtig verstanden haben, möchte ich dir in einem Punkt widersprechen. Ich denke, dass diejenigen, die auf ordinäre Sprache stehen in allen Altersklassen gleichermaßen zu finden sind. Meine Erfahrung ist sogar, dass derzeit die ab 50 Jährigen diejenigen sind, die endlich aussprechen ( schreiben ) wollen, was sie sich Jahre lang verkniffen haben, jedoch beständig in ihren Köpfen vorhanden war.
    Diese Erfahrungen habe ich sowohl beim Telefonsex als auch als Camgirl gemacht. Was mir jedoch auffällt, ist, dass die Jüngeren keinen Respekt vor der Frau ansich haben, die reifen Herren schon, auch, oder gerade weil sie mit uns SO reden dürfen. Also es ist die Art, wie die Herren auf uns zukommen. Und die Älteren sind spürbar dankbar, dass sie ihre Phantasie offen aussprechen dürfen während die jüngeren es als normal ansehen.
    Worin ich dir recht gebe, ist, dass der Traffic der Ordinärsprache kein besonders guter ist. Wäre wirklich interessant zu wissen, welche Altersklasse so danach sucht. Irgendwie ist das sogar Suchmaschinen abhängig. Über Google habe ich wesentlich weniger Traffic, die nach ordinären bis verachtenen Begriffen suchen, als über Yahoo.

    Ist diese AK nun vergessen.. das wäre eine gute Frage. Ich denke, dass viele Portale durch ihre vielen Futures und Veränderungen an dieser AK vorbei schießen könnten, da man davon ausgehen kann, dass diese AK sich sowieso nicht so leicht im Internet zurecht findet.
    Mittlerweile gibt es jedoch auch einige Foren und Chats, die gezielt auf die ältere Generation zugeht. Und diese sind nicht anders aufgebaut, als andere, nur verwenden sie deutsche Begriffe. Und ich denke, darin liegt das Hauptproblem, dass unsere Sprache mehr und mehr englische Begriffe verwendet, die eben die angesprochene AK nicht kennen. Um sich im Internet einigermaßen zurecht zu finden sind Englischkenntnisse schon fast zwingend erforderlich.
    Wenn man jetzt mal die nicht kommerziellen Chats nimmt, was da für ein Unsinn geschrieben wird, mit den ganzen Abkürzungen, die mit Sprache an sich ja nun fast gar nichts mehr zu tun haben, könnte man schon auf die Idee kommen, dass es an der Sprache liegt, diese AK nicht so zu erreichen, wie man sie erreichen könnte.
    Vergessene AK.. jetzt gehe ich mal davon aus, dass Internet ist ja sogesehen noch recht jung. Wenn ich also darüber nachdenke, so sind die meisten Networker wohl auch damals noch recht jung ins Biz eingestiegen. Erst die letzten Jahre kommen mehr und mehr Ältere auf die Idee, im Internet Geld verdienen zu wollen. Und wenn man davon ausgeht, dass der Mensch dazu neigt, von sich auf Andere zu schließen, ist auch logisch, dass jetzt erst angefangen wird, auf diese Generation zu reagieren. Diejenigen, die damals angefangen haben und noch dabei sind, sind nun selbst in dieser AK.
    Und eben diejenigen, denen sehr Zeitnah ihre eigenen Schwierigkeiten im Internet noch bewusst sind, reagieren darauf... könnte ich mir zumindest vorstellen.
    So... das mal zu meinen Gedanken dazu... ich hoffe einigermaßen verständlich..

    Gruß Nicole

  3. #3
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    Quote Originally Posted by Nicole View Post
    Hallo Thommy, dann möchte ich zumindest mal meine Gedanken einbringen.

    Also du sprichst von der AK 63. Nicht die heute 63 jährigen, sondern die nachkommenden in den nächsten Jahren. Somit wäre eine Altersklasse angesprochen die zurückreicht bis zu den end 40zigern.
    das ist korrekt.
    also ich spreche von denen, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind.

    wenn man sich heute auf die zielgruppe der 1946 geborenen konzentriert, bringt der babyboom von damals das ergebnis, dass in den folgejahren, die zahl dieser, jetzt 63-jährigen, jedes jahr grösser wird.

    Sollte ich das also richtig verstanden haben, möchte ich dir in einem Punkt widersprechen. Ich denke, dass diejenigen, die auf ordinäre Sprache stehen in allen Altersklassen gleichermaßen zu finden sind. Meine Erfahrung ist sogar, dass derzeit die ab 50 Jährigen diejenigen sind, die endlich aussprechen ( schreiben ) wollen, was sie sich Jahre lang verkniffen haben, jedoch beständig in ihren Köpfen vorhanden war.
    Diese Erfahrungen habe ich sowohl beim Telefonsex als auch als Camgirl gemacht.
    das kann durchaus stimmen - spielt sich jedoch dann in einer phase ab, in dem man jemanden sxchon "besser kennt" also so ne art orgiastischer moment.

    Was mir jedoch auffällt, ist, dass die Jüngeren keinen Respekt vor der Frau ansich haben, die reifen Herren schon, auch, oder gerade weil sie mit uns SO reden dürfen. Also es ist die Art, wie die Herren auf uns zukommen. Und die Älteren sind spürbar dankbar, dass sie ihre Phantasie offen aussprechen dürfen während die jüngeren es als normal ansehen.
    Worin ich dir recht gebe, ist, dass der Traffic der Ordinärsprache kein besonders guter ist. Wäre wirklich interessant zu wissen, welche Altersklasse so danach sucht. Irgendwie ist das sogar Suchmaschinen abhängig. Über Google habe ich wesentlich weniger Traffic, die nach ordinären bis verachtenen Begriffen suchen, als über Yahoo.
    eben das meine ich - im VORFELD (also bevor diese moment des "guten kennens" eintritt) hat diese art von sprache für einen menschen dieser zielgruppe noch keinen reiz.

    er wird es also angehen wie im wahren leben - erst gentleman und dann im passenden augenblick ein bisschen "drecksau". in der jüngeren zielgruppe hat diese art von obszönsprache aber bereits bei der suche einen anderen stellenwert, weil diese art von verbalsexualität nicht zum sexakt als solches gehört sondern zum festen sprachgebrauch.

    Ist diese AK nun vergessen.. das wäre eine gute Frage. Ich denke, dass viele Portale durch ihre vielen Futures und Veränderungen an dieser AK vorbei schießen könnten, da man davon ausgehen kann, dass diese AK sich sowieso nicht so leicht im Internet zurecht findet.
    genau das meine ich.
    in unserer branche ist man ständig auf der suche nach neuem und vergisst dabei, das unsere zahlungskräftigste zielgruppe nicht mehr so innovativ ist bzw. es gar nicht mehr sein will.

    für menschen dieser generation ist das Internet ein werkzeug, das man bedienen kann, wenn man es einmal gelernt hat. ständige neuerungen oder das fehlen von standards führen hier nur zu verwirrung und unmut.

    Mittlerweile gibt es jedoch auch einige Foren und Chats, die gezielt auf die ältere Generation zugeht. Und diese sind nicht anders aufgebaut, als andere, nur verwenden sie deutsche Begriffe. Und ich denke, darin liegt das Hauptproblem, dass unsere Sprache mehr und mehr englische Begriffe verwendet, die eben die angesprochene AK nicht kennen. Um sich im Internet einigermaßen zurecht zu finden sind Englischkenntnisse schon fast zwingend erforderlich.
    dass es ohne lernen geht behaupte ich auch nicht - genau darin liegt ja noch ein weiterer vorteil dieser zielgruppe, denn WENN sie es einmal geschnallt haben, dann BLEIBEN sie da wo sie es kennen - weil sie angst haben, woanders wieder "umschulen" zu müssen.

    Wenn man jetzt mal die nicht kommerziellen Chats nimmt, was da für ein Unsinn geschrieben wird, mit den ganzen Abkürzungen, die mit Sprache an sich ja nun fast gar nichts mehr zu tun haben, könnte man schon auf die Idee kommen, dass es an der Sprache liegt, diese AK nicht so zu erreichen, wie man sie erreichen könnte.
    genau so ist das. die frage die sich deshalb stellt ist: warum müssen alle ne "disco" aufmachen, wenn es schon so viele gibt, dafür aber keine "Kaffeehäuser" da sind?

    Vergessene AK.. jetzt gehe ich mal davon aus, dass Internet ist ja sogesehen noch recht jung. Wenn ich also darüber nachdenke, so sind die meisten Networker wohl auch damals noch recht jung ins Biz eingestiegen. Erst die letzten Jahre kommen mehr und mehr Ältere auf die Idee, im Internet Geld verdienen zu wollen. Und wenn man davon ausgeht, dass der Mensch dazu neigt, von sich auf Andere zu schließen, ist auch logisch, dass jetzt erst angefangen wird, auf diese Generation zu reagieren. Diejenigen, die damals angefangen haben und noch dabei sind, sind nun selbst in dieser AK.
    Und eben diejenigen, denen sehr Zeitnah ihre eigenen Schwierigkeiten im Internet noch bewusst sind, reagieren darauf... könnte ich mir zumindest vorstellen.
    ich bin ja nun einer dieser dinosaurier, die das www aus seiner anfangszeit mitgemacht haben und kenne daher auch gott und die welt.

    überraschend ist hier, dass es nur sehr sehr wenige youngsters unter den erfolgreichen gibt. wenn ich das so zurückrechne, dann müssen die meisten
    der heute noch oben schwimmenden, schon damals mindestens mitte bis ende 30 gewesen sein.

    wie gesagt - es gibt ein paar ausnahmen bei denen das anders ist aber wenn du dich mit denen unterhältst und machst die augen zu, dann haste auch den eindruck, dass du mit einem 50-jährigen redest, weil sie die dinge eben analytischer angehen und nicht so aus dem bauch heraus.

    So... das mal zu meinen Gedanken dazu... ich hoffe einigermaßen verständlich..
    ich fands äusserst interessant und danke für deinen beitrag.

    viel spass im netz

    thommy

  4. #4
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    Hallo Thommy, du schreibst:

    überraschend ist hier, dass es nur sehr sehr wenige youngsters unter den erfolgreichen gibt. wenn ich das so zurückrechne, dann müssen die meisten
    der heute noch oben schwimmenden, schon damals mindestens mitte bis ende 30 gewesen sein.
    Genau das meine ich, diese Ende 30 Jährigen gehören nicht zu der von dir angesprochenen Altersklasse. Damals gab es selten Menschen über 50 Online. Und die damals ende 30 Jährigen sind heute ja "erst" ende 40 / anfang 50.

    Seit vielleicht 5 Jahren wird auch den älteren das Internt schmackhaft gemacht, die meisten waigern sich strickt, was ich durchaus verstehen kann. Meine Mutter, heute 63, hat vor 3 Jahren angefangen sich in Chats und Foren umzusehen. Und das, obwohl sie schon lange vorher recht gut mit dem PC umgehen konnte.
    Und wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, auch ich werde älter und will doch verdammisch nur ein Handy, mit dem ich telefonieren kann und der ganze andere Mist, den so ein Handy heute kann, den will ich gar nicht haben..
    schmunzelt Nicole

  5. #5
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    Quote Originally Posted by Nicole View Post
    Hallo Thommy, du schreibst:



    Genau das meine ich, diese Ende 30 Jährigen gehören nicht zu der von dir angesprochenen Altersklasse. Damals gab es selten Menschen über 50 Online. Und die damals ende 30 Jährigen sind heute ja "erst" ende 40 / anfang 50.
    jup - aber je älter sie damals waren, desto erfolgreicher sind sie heute. sprich es gehört halt vielleicht doch ein bisschen eigener alterseindruck dazu, wenn man mit dieser zielgruppe geschäfte machen will.

    Seit vielleicht 5 Jahren wird auch den älteren das Internt schmackhaft gemacht, die meisten waigern sich strickt, was ich durchaus verstehen kann. Meine Mutter, heute 63, hat vor 3 Jahren angefangen sich in Chats und Foren umzusehen. Und das, obwohl sie schon lange vorher recht gut mit dem PC umgehen konnte.
    und ich wette, dass sie sich heute immer in den selben chats und foren rumtreibt, weil sie damit umgehen kann ud nicht erst wieder was anderes lernen muss.

    Und wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, auch ich werde älter und will doch verdammisch nur ein Handy, mit dem ich telefonieren kann und der ganze andere Mist, den so ein Handy heute kann, den will ich gar nicht haben..
    schmunzelt Nicole
    genau meine meinung - ich hab mich jahrelang sogar vorm handy gedrückt, weils mir einfach zu mühsam ist erst mal alles lesen zu müssen, was ich gar nicht benutzen will.

    und je älter man selber wird, desto augenfälliger wird diese lernverweigerung.
    wenn wir eben das bedenken, dann können wir auch in unserem biz mit einer zielgruppe geschäfte machen, die an zahlungskraft kaum zu überbieten ist.

    würde sich der eine oder andere darüber mal gedanken machen, dann könnte man womöglich eine wesentlich bessere marktschöpfung erreichen.

    viel spass im netz

    thommy

  6. #6
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    hallo tommy,
    interessanter artikel.
    leider spucken analytics und co. keine daten wie alter und geschlecht aus. wäre wirklich sehr interessant was für altergruppen auf den verschiedenen nischen, auch nonadult, unterwegs sind.

    ob deine zielgruppe allerdings so zahlenstark ist, das es sich lohnt extra auf die einzugehen bezweifle ich.
    aus meinem persönlichen umfeld muss ich definitiv nein sagen. selten das überhaupt ein rechner vorhanden ist, noch seltener, das adult konsumiert wird.
    was man ja sehr leicht anhand von browserhistory und co. nachprüfen kann.

    was ich allerdings machen werde, ist öfters mal wörter wie geschlechtsverkehr oder scheide einbauen, anstatt poppen und pussy.

    trust

  7. #7
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    hallo trust,

    zunächst mal danke für dein feedback


    Quote Originally Posted by trustadvert View Post
    hallo tommy,
    interessanter artikel.
    leider spucken analytics und co. keine daten wie alter und geschlecht aus. wäre wirklich sehr interessant was für altergruppen auf den verschiedenen nischen, auch nonadult, unterwegs sind.
    das ist leider (noch) so, obwohl es bei google bereits jetzt möglichkeiten gibt, zum beispiel adwords an bestimmte zielgruppen (darunter auch altersgruppen) zu schalten und irgendwoher müssen diese infos ja kommen. trotzdem gibt es auch für webmaster, die natürlich keinen zugriff auf die daten der kunden haben ein paar möglichkeiten, zumindest einige grobe werte zu erkennen.

    hier mal paar beispiele:

    die ältere zielgruppe ist updatefaul - surft also in der regel nicht mit allerneuesten browsern und betriebssystemen und hat in den meisten fällen eine kleinere bildschirmauflösung (600x800 oder 1024x768).

    ältere zielgruppen sind gerade im adultbereich für andere themen affin. hier wären zum frauen mit schambehaarung zu nennen. ein relativ simpler und gern verwendeter trick ist auch, auf eine seite einen "streng für erwachsene-bereich" zu bauen den man nur mit "geben sie ihr geburtsdatum an" betreten darf (18-jährige würden sich hier sicher oft als 25 eintragen aber ab einem gewissen alter werden die antworten ehrlicher).

    ob deine zielgruppe allerdings so zahlenstark ist, das es sich lohnt extra auf die einzugehen bezweifle ich.
    aus meinem persönlichen umfeld muss ich definitiv nein sagen. selten das überhaupt ein rechner vorhanden ist, noch seltener, das adult konsumiert wird.
    was man ja sehr leicht anhand von browserhistory und co. nachprüfen kann.
    glaube mir - sie ist es.
    ich selbst werte solche ststs schon sein vielen jahren aus und stelle mir freude fest, dass wir unsere einnahmen zunehmend einer älteren zielgruppe zu verdanken haben. genau gesagt - liegt der anteil der gesamteinnahmen bei den über 45-jährigen mittlerweile bei satten 60%.

    was man hier ebenfalls bemerken kann ist, dass die haltezeit mit zunehmendem alter kerzengerade nach oben schnellt und die zahl der stornos sich auf ein minimum begrenzt.

    darüberhinaus habe ich in dem artikel ja ganz bewusst eine zielgruppe gewählt, die von ihrer anzahl gesehen im moment noch an ihrem niedrigsten punkt ist. heisst: die zahl dieser 63-jährigen wird in den kommenden jahren jahr für jahr zunehmen und in exakt 9 jahren ihren höhepunkt erreichen. bis dahin wird sich die zahl der dann 63-jährigen mehr als verdreifacht haben.

    alle neueren studien belegen, dass derzeit die einzige steigende zielgruppe der internetnutzer in genau dieser altersgruppe der über 45-jährigen liegt und eines kann ich mit gewissheit sagen, nämlich dass sex im alter eine wesentlich höhere rolle spielt als man bislang angenommen hat.
    was ja auch logisch nachvollziehbar ist, denn ältere mäner haben nun mal nicht die chance, sich nen hasen in der disvo oder am badesee aufzureissen und sind meistens in einer festen bindung, in der man reales fremdgehen schlecht verheimlichen kann. vielleicht ist es aber für viele auch nur das "appetit holen" dass sie auf pornoseiten (wobei schon dieser begriff die altergruppe eher abschrecken würde) lockt.

    was ich allerdings machen werde, ist öfters mal wörter wie geschlechtsverkehr oder scheide einbauen, anstatt poppen und pussy.

    trust
    solltest du auf jeden fall tun und dich überraschen lassen, wie viel da raus zu holen ist.

    ich selbst gehe da sogar noch einen schritt weiter und bin dran, spezielle erotikangebote, die auf diese altersgruppe zugeschnitten sind online bringen, denn ich bin sicher, dass sexab50 ist ein thema ist, dass zum boomthema der nächsten jahrzehnte werden wird.

    viel spass im netz

    thommy

  8. #8
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    da hast du sicher recht, ein IE 5,5 oder IE 6 lässt wohl auf ein älteres semester vermuten. das kann ich in meinem umfeld auch bestätigen, das ältere menschen nicht an aktueller software interessiert sind. ja, auch kleinere monitore...

    für einen 32 jährigen wie mich stellt sich aber auch das problem die sprache eines doppelt so alten zu nutzen. kenne ich nicht! besonders die erotisch angehauchte sprache, darüber spreche ich mit meinem opa nicht

  9. #9
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    Quote Originally Posted by trustadvert View Post

    für einen 32 jährigen wie mich stellt sich aber auch das problem die sprache eines doppelt so alten zu nutzen. kenne ich nicht! besonders die erotisch angehauchte sprache, darüber spreche ich mit meinem opa nicht
    och soo schwer ist das gar nicht, denn für die meisten modernen und meist anglikanisierten suchbegriffe benutzen ältere einfach nur umschreibungen.
    mit ein wenig phantasie geht das schon und ausserdem gibts ja für jeden versauten begriff auch ne weichere variante und damit biste dann schon sehr nah dran.

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    thommy

  10. #10
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    Quote Originally Posted by trustadvert View Post
    da hast du sicher recht, ein IE 5,5 oder IE 6 lässt wohl auf ein älteres semester vermuten. das kann ich in meinem umfeld auch bestätigen, das ältere menschen nicht an aktueller software interessiert sind. ja, auch kleinere monitore...
    Da unterschätzt Du aber die Altersgruppe gewaltig. Diejenigen, die heute über 40 sind, haben das Internet zu dem Medium gemacht, was es heute ist. Diese Altersgruppe hat Software sicher nicht, um durch die Anzahl nutzloser neuer Features zu glänzen.

    Allerdings ist die Altersgruppe auch keineswegs technisch verblödet.

    für einen 32 jährigen wie mich stellt sich aber auch das problem die sprache eines doppelt so alten zu nutzen. kenne ich nicht! besonders die erotisch angehauchte sprache, darüber spreche ich mit meinem opa nicht
    Und was den Sprachgebrauch angeht, wahrscheinlich in der englischen Sprache weitaus besser bewandert, als so mancher Jüngling mit bereits kastrierten Deutschkenntnissen.

    Ausserdem hat selbst die Altersgruppe ab 60 profunde Kenntnisee der Vulgärsprache. ich würde sogar behaupten, die haben das Ficken von geilen Schlampen erfunden.

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